Die Vulkane Islands

Ein Großteil des Landes ist geprägt vom Vulkanismus und dessen Begleiter wie heiße Quellen, brodelnde Schlammlöcher und Springquellen (Geysir). Die aktive Vulkanzone erstreckt sich diagonal vom Südwesten bis zum Nordosten der Insel, mit kleineren Zonen am Rande. Dies entspricht der Linie, an der die eurasische Erdplatte mit der nordamerikanischen zusammenstößt bzw. auseinanderdriftet. Diese Linie liegt entlang des Mittelatlantischen Rückens, der ein unterseeisches Gebirge darstellt, das unter anderem in Form der Insel Island über Wasser zu sehen ist. Durch die Risse, die an den auseinanderdriftenden Platten entstehen, tritt Magma aus, das sich in Form von Vulkanismus zeigt. Entlang dieser Linie (und an wenigen Stellen auch außerhalb davon) befinden sich 31 aktive Vulkansysteme. Als aktiv gilt ein Vulkan, wenn er innerhalb der letzten 10000 Jahre ausgebrochen ist. Von diesen 31 Vulkanen sind einige aktiver als andere, sprich der Krafla bricht etwa alle 10 Jahre aus, während andere Vulkane einen wesentlich längeren Ausbrechrhythmus aufweisen. Entlang dieser vulkanisch aktiven Diagonalen, die sich über die Insel zieht, gibt es auch sehr regelmäßig Erdbeben, die auf der gesamten Insel zu spüren sind.

Die wichtigsten Vulkane Islands sind beim Vatnajökull (Südosten), dem größten Gletscher Europas, die Vulkane Bárðarbunga, Grímsvötn und Kverkfjöll, außerdem der Snæfell (nahe Vatnajökull), Hekla (Südwesten), Mýrdalsjökull (Südwesten) mit Katla, Eldgjá und den Laki-Kratern, sowie Hvannadalshnjúkur (südliche Vatnajökull), Esja (bei Reykjavik). Im Osten liegen Snæfellsjökull und Ljósufjöll, sowie Baula. Eher im Norden liegen die Vulkane Krafla und Hverfjall, in der Mitte der Insel Askja, Herðubreið und Kerlingarfjöll beim Hofsjökull. Auf den Westmännerinseln befinden sich auch aktive Vulkane auf Surtsey und Heimaey, wobei diese beiden zum Mýrdalsjökull zu zählen sind.

Bei Laugervatn und Hveragerði (östlich von Reykjavik) befinden sich vulkanische Hochtemperaturgebiete. Ersteres ist das bekannte Gebiet der Springquellen mit dem berühmten Geysir.

Wenn nicht gerade einer dieser Vulkane seine Ausbruchsphase hat, ist es möglich, geführte Toure zu den Kratern zu unternehmen. Informationen gibt es immer vor Ort in den umgebenden Ortschaften oder auch in den Touristen-Informationen in Reykjavik oder Akureyri bzw. anderen größeren Ortschaften.