Seen in Island

Islands Landfläche ist bedeckt mit sehr vielen kleineren und größeren Seen sowie zahlreichen Flüssen.

Die meisten Flüsse sind jedoch nicht für Schiffe geeignet, da die Strömung zu stark ist und auf den Strecken zu viele Wasserfälle die Schifffahrt einschränken würden. Ein Großteil der Flüsse hat seinen Ursprung an den Gletscherrändern. Diese Flüsse haben in Gletschernähe meistens eine blau-milchige Farbe und weiter im Tal sind sie eher grau-milchig. Ursache hierfür ist der viele Sand und Geröll, den das Wasser mit sich führt. Die Gletscherflüsse verzweigen sich in unzählige untereinander verbundene Arme und kleinere Bäche. Je nach Jahreszeit führen sie mehr oder weniger Wasser mit sich und variieren ihr Flussbett leider sehr häufig, wodurch oftmals ganze Straßenzüge zerstört werden.

Es gibt auch Flüsse, die einer Quelle entspringen, entweder in Basaltgebieten oder in postglazialen Lavagebieten. Deren Verlauf und Flussbett ist in der Regel relativ stabil und kann auch für die Energieerzeugung aus Wasserkraft genutzt werden.

Der größte bzw. längste Fluss ist der Þjórsá im Südwesten mit 230 km Länge, dabei fließen 385 m³/s Wasser zu Tal. Im Nordosten führt der Jökulsá á Fjöllum 206 km lang Wasser mit sich, bis er im Meer landet. Wegen seiner beiden Wasserfälle Gulfoss und Hraunfossar ist der Hvítá im Südwesten sehr bekannt. Im Nordosten bieten der Jökulsá á Fjöllum mit Dettifoss und Selfoss, sowie der Skjálfandafljót mit Goðafoss und Aldeyjarfoss bekannte Wasserfälle und beliebte Touristenziele.

Island ist durchsetzt mit ca. 67 Seen, wovon die meisten relativ klein sind, aber einige der Größeren sind durchaus erwähnenswert. Der bekannteste See ist wohl der Mývatn mit 37 km² Größe und 5 m Tiefe, seinen charakteristischen Pseudokratern, Mückenschwärmen und dem Wasservogelreichtum. Er befindet sich im Nordosten des Landes. Der größte See ist der Þórisvatn im Südwesten der Insel; bei 83-88 km² Fläche hat er eine Tiefe von 109 m. Es folgen der Þingvallavatn ebenfalls im Südwesten mit einer Fläche von 82 km² und 114 m Tiefe, der Hálslón im Südosten mit 57 km² und 200 m Tiefe, der Blöndulón im Nordwesten mit ebenfalls 57 km² und 39 m Tiefe und der Lagarfljót (Lögurinn) ganz im Osten mit 53 km² und 112 m Tiefe. Die nächstkleineren Seen sind Hvítárvatn (30 km²), Hóp(29-44 km²), Langisjór (26 km²), Kvíslavatn (20 km²), Sultartangalón (19 km²), Jökulsárlón (18 km²), Grænalón (18 km²), Sultartangalón (15 km²), Sigöldulón (14 km²), Apavatn (13 km²), Svínavatn (12 km²), Öskjuvatn (11 km²). Alle übrigen Seen sind unter 10 km² groß (Kleifarvatn, Hítarvatn, Langavatn, Hvalvatn, Laugarvatn, Elliðavatn, Hreðavatn, Grímsvötn, Breiðárlón, Fjallsárlón, Frostastaðavatn, Hvítavatn und Tjörnin).